AWO Wolfenb├╝ttel
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Ortsverein Wolfenb├╝ttel
AWO in Deutschland
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Historisches
N├Ąhstube der AWO 1931
Ledigenwohnheim  Salzgitter-Bad 1958

Zur Entstehungsgeschichte
der AWO

Lesen Sie hier ├╝ber den Ortsverein Wolfenb├╝ttel und hier ├╝ber die AWO in Deutschland.

 Der Arme als des Armen Helfer
Im Dezember 1919 bekam die Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz im Reichsausschuss der SPD den Auftrag, die AWO ins Leben zu rufen. Darauf hin wurde auch in Braunschweig bereits 1920 ein Ortsausschuss der AWO gegr├╝ndet.
Ziel war die "Mitwirkung der Arbeiterschaft bei der Wohlfahrtspflege, um hierdurch die soziale Auffasssung der Arbeiterschaft durchzusetzen."
     Die AWO Braunschweig beteiligte sich an der Deutschen Kinderhilfe, an der Ruhrhilfe, verteilte Lebensmittel an bed├╝rftige Familien und richtete N├Ąhstuben ein, in denen Kleiderspenden ausgebessert wurden, die anschlie├čend an Bed├╝rftige verteilt wurden. Ein weiteres Aufgabengebiet war die Kindererholungsf├╝rsorge.
     Diese Arbeit wurde - bis auf einzelne Ausnahmen - ehrenamtlich erledigt, und zwar vor allem von Frauen, die zus├Ątzlich noch den Haushalt f├╝hren mussten und oft auch berufst├Ątig waren.
     1930 gab es 26 Ortsaussch├╝sse im Gebiet des Braunschweiger Bezirksverbandes.
     1933 wurde die AWO von Ministerpr├Ąsident Klagges verboten, ihr Verm├Âgen beschlagnahmt und ihre Mitglieder von den Nazis verfolgt.

Vom Care-Paket zum Pflegeheim
Noch im Jahr 1945 wurde die AWO in Braunschweig als selbst├Ąndige Organisation wiedergegr├╝ndet. N├Ąhstuben halfen Fl├╝chtlingsfrauen, Kinderg├Ąrten entlasteten berufst├Ątige M├╝tter. Durch Ausslandsspenden konnten Lebensmittel und Kleidung an Bed├╝rftige verteilt werden. F├╝r die in fensterlosen und feuchten Luftschutzbunkern hausenden Fl├╝chtlingskinder organisierte die AWO Stadtranderholungen. "Sonne f├╝r die Bunkerkinder" war das Ziel.
     Ein Schwerpunkt war die Heimbetreuung von heimat- und elternlosen Kindern und Jugendlichen. So richtete die AWO im "Sternhaus" und im "├ľlper Waldhaus" Heime f├╝r Jugendliche ein und in Querum ein Kinderheim.
     In den f├╝nfziger Jahren stand die Ausbildung von Jugendlichen im Vordergrund der Heime.
Etwas v├Âllig Neues war das p├Ądagogische Kinderheim Wolfshagen. Hier wurden milieugesch├Ądigte Kinder aufgenommen und erzogen. Auch in der Waldschule Querum wurde eine heilp├Ądagogische Sonderstation er├Âffnet. Im Sternhaus begann die AWO mit Sprachheiltherapien.
Der Schwerpunkt in den sechziger Jahren lag in dem Bau von Altenheimen. Schon 1954 hatte sich die AWO entschlossen, dem gro├čen Mangel an Altenheimpl├Ątzen in Querum entgegenzuwirken. Es folgte der Neubau in der Braunschweiger Kalandstra├če, eine Erweiterung in Querum sowie Heime in Goslar, Salzgitter-Bad, Helmstedt und in der Braunschweiger Dresdenstra├če. Bauprojekte in Salzgitter-Thiede und Wolfenb├╝ttel wurden begonnen.
     280 berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden Ende der sechziger Jahre bei der AWO besch├Ąftigt. Zwar leisteten die Helferinnen und Helfer in den Ortsaussch├╝ssen noch einen erheblichen Teil ehrenamtlicher Arbeit, doch war die AWO zu einem professionellen Wohlfahrtsverband herangewachsen, der auch wirtschaftliche Gesichtspunkte zu ber├╝cksichtigen hatte.

Auf dem Weg zum Wirtschaftsunternehmen
In den siebziger Jahre wurde mit dem Betrieb von Kindertagesst├Ątten ein weiteres Arbeitsfeld aufgenommen. Nachdem 1972 die Kita in Timmerlah er├Âffnet wurde, kamen in Braunschweig drei weitere in St├Âckheim, in der Weststadt und in der Chemnitzstra├če hinzu. Im Zuge der Gemeinde- und Gebietsreform 1981 wurde das Kita- Angebot des Bezirksverbands um vier Einrichtungen in Wolfsburg, zwei in Peine und je einer in Oberg und Bad Lauterberg erweitert. Die Betriebstr├Ągerschaften der beiden Peiner Kitas sind inzwischen wieder an die Stadt Peine zur├╝ckgegeben worden.
     Arbeitschwerpunkte der 80er Jahre waren die Einrichtung von Psychiatrie- und Beratungsangeboten wie das Haus am Elm, das Zentrum f├╝r Einzel- und Familienberatung, das Beratungszentrum Gifhorn sowie das Braunschweiger Arbeitslosenzentrum. Auch das Jugendwerk wurde in dieser Zeit gegr├╝ndet.

Heute...
...ist die AWO zwischen Harz und Heide Tr├Ąger von rund f├╝nzig Einrichtungen und Diensten, in denen etwa 3.500 hauptberufliche Mitarbeiter t├Ątig sind. In ├╝ber 80 Ortsvereinen haben sich 7.000 Mitglieder zusammen geschlossen

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